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Unsere Geschichte

Schalchen ist ein alter Hof. Bereits im Mittelalter sind er und Mitterndorf gemeinschaftlich bewirt­schaftete Lehen des „Königlich Stift und Adelich Kloster Frauenchiemsee" gewesen. Die „Schalchner" sind erstmals in Nr. 15 der Kloster­urkunden Frauenchiemsee (HStArch) vom 18.09.1265 genannt. In dieser Urkunde übergibt "Otto von Aschau seine edle Leibeigene Ottiglia, Tochter des Ritters von Dorfpach und Hausfrau des Rüdiger de Schalhen als Seelgerät der heili­gen Maria in Nonnenwerde (-Fraueninsel)".

Um 1395 gehen die Schalchner ihrer beiden Lehen Schalchen und Mitterndorf verlustig. Ein Heinrich der Schalchner von Baden (wohin er sich absetzte), ist der letzte aus dieser Familie genannte (verschuldete) Besitzer dieser beiden Güter. Schalchen und Mitterndorf wechseln nun über längere Zeit häufig ihren Herrn. Es sind teil­weise sehr hochrangige Familien darunter, so dass die Bewirtschaftung der Güter wohl nicht der eigentliche Grund des Besitzerwerbes sein konnte. Als sich 1407 für das Kloster Frauen­chiemsee eine Gelegenheit dazu ergab, kaufte - um den Spekulationen auf den Eigentumser­werb daran vorzubeugen - die Äbtissin Kathari­na den Besitz an den dem Kloster mit der Leibei­genschaft „verwohnten und ihm als Eigentum Zuthanen" beiden, als Lehen vergebenen Güter.

1491 hat eine Feuersbrunst das Kloster Frauen­chiemsee heimgesucht und es ist zu einem gro­ßen Teil abgebrannt. Die Äbtissin Magdalena Auer von Winkl musste sehr große Ausgaben zur Wiederherstellung des Klosters leisten. Sie war deshalb gezwungen, Geld aufzunehmen, wo und wie sie es nur erhalten konnte. So mußte sie dem Pfarrer von Gollenshausen für ein Darlehen den Zehent des Gutes Mitterndorf übereignen und ein „Schachwartt vom Chiemsee" erhielt für sein Darlehen an das Kloster den Zehent des Schal­chenhofes. Schalchen und Mitterndorf sind seit­her nicht mehr als gemeinsam bewirtschaftete Liegenschaften erwähnt.

Die jeweiligen Besitzer von Schalchen wurden - bis 1680 etwa - der Einfachheit halber jeweils statt mit Familiennamen die „Schalchner" oder der „Schallner" genannt. Diese Benennung hat sich für die Familie des Eigentümers und als Hausname im Volksmund bis heute erhalten. Der familiäre Zusammenhang - die ununterbroche­ne Generationenfolge - der jetzigen Eigentümer mit den einstigen Besitzern von Schalchen, darf seit 1769 als gesichert angesehen werden. Die Säkularisation brachte den Bauern auf klöster­lichem Eigentum die Befreiung von der Leib­eigenschaft. Wolfgang Mayr oder Maier (nach der Schreibweise des Heimatpflegers Stadelhuber) konnte 1824 gegen einen Loskaufschilling von 750 Gulden das Eigentum an Schalchen erwerben.

Das Haus selbst, der jetzige Schalchenhof, dürfte - entsprechend einer Einkerbung im alten Dachstuhl - um 1814 errichtet worden sein. Von 1958 ab haben das Ehepaar Jakob und Justina Strasser, den Hof sei­ner nunmehrigen Nutzung und Bestimmung ent­sprechend aus- und umgebaut. Die heutige Besitzerin Justina Juliane Bichler führt mit ihren beiden Kindern, Sohn Jakob Siegfried Rupert und Tochter Justina Juliane Sophie Irmengard den Landgasthof mit viel Liebe weiter.

Gemeinsam begannen sie im Winter 2013, die Zimmerkategorie Almrausch komplett zu renovieren, im Winter 2014 folgten die Kategorien mit direktem Seeblick, Chiemseetraum und Bergzauber.